Kambodscha

In Kambodscha können Kinder mit ihren Müttern im Gefängnis leben, bis sie drei Jahre alt sind, aber sie werden mit nichts versorgt. Die schlechte Hygiene- und Nahrungssituation ist für Kinder besonders schlimm. Sie bleiben oft mehrere Jahre mit ihren Müttern im Gefängnis, erhalten keine extra Essensration und sind deshalb davon abhängig, dass ihre Mütter ihre eigenen Essensrationen mit ihnen teilen. Sie lernen auch keine Alltagsfähigkeiten, die für ihre Kindheit und ihr Erwachsenenleben wichtig sind.

Seit unserer ersten Mission in Kambodscha im Jahr 2011 und nachdem wir von der Situation dieser Kinder erfahren haben, hat Morning Tears diese Kinder durch unseren Partner in Kambodscha, Il Nodo, unterstützt. Zurzeit besuchen wir zehn Gefängnisse in ganz Kambodscha in regelmäßigen monatlichen Intervallen und geben folgende Unterstützung:

Grundbedürfnisse

Wir sorgen für die Deckung der Grundbedürfnisse von Kindern und Schwangeren. Dies beinhaltet monatliche Lieferungen von Dingen für die persönliche Hygiene, wie Zahnpasta und Zahnbürsten, Reisvorräte, Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel sofern erforderlich.

Psychologische und soziale Unterstützung

Während unserer Besuche beobachten wir regelmäßig, wie es den von inhaftierten Müttern und ihren Kindern geht. Die altersgemäße Entwicklung der Kinder wird überwacht und psychologische und soziale Unterstützung gegeben.

Gefängnispersonal als Kinderbetreuung im Spielzimmer

Wir haben in drei Gefängnissen Personal zu Kinderbetreuerinnen ausgebildet, die jeden Morgen in einer ausgewiesenen Spielzone innerhalb des Gefängnisses mit den Kindern spielen. Spielzeugspenden haben diese Anstrengungen unterstützt. Auf diesem Weg haben die Kinder die Gelegenheit, aktiv zu sein, zu spielen und zu lernen, auch wenn sie sich in Gefängnissen befinden. Den Müttern wird auch eine Möglichkeit gegeben, mit ihren Kindern in diesen Spielbereichen zu spielen und dabei zu lernen, wie sie mit ihren Kindern spielen und sie stimulieren können.

Schulungen für Sozialarbeiterinnen

Wir führen für Sozialarbeiterinnen in Phnom Penh eine Reihe von Schulungen durch. Wir machen uns dabei unsere 15jährige Erfahrung aus erster Hand zu Nutze, kombiniert mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, um in Abstimmung mit der soziokulturellen Situation in Kambodscha eine maßgeschneiderte Schulung zu geben. Durch diese Ausbildung hoffen wir, ein Team von Sozialarbeitern aufzubauen, die über die speziellen Kenntnisse verfügen, die es braucht, um mit den Herausforderungen der Kinder von Inhaftierten gezielt umzugehen. Die Train-the-Trainer-Systematik kommt in diesen Schulungen zur Anwendung, um die Kapazitäten der Kinderbetreuung in Kambodscha nachhaltig zu stärken.

Unsere beiden ersten Schulungsveranstaltungen wurden durch Fördermittel und Unterstützung der Lauritzen-Stiftung aus Dänemark möglich gemacht.

Tracking system - Erfassung von verschwundenen Kindern von Inhaftierten  außerhalb von Gefängnissen

Derzeit suchen wir Spender für den nächsten Schritt unseres Programmes, eine Studie zur Anzahl der Kinder und ihrer Bedürfnisse, verursacht durch die Inhaftierung ihrer Eltern, die nicht mit ihnen im Gefängnis leben. Diese Kinder sind in großer Gefahr, Ziel für Menschenhandel, sexuellen Missbrauch und Ausbeutung zu werden.

Eltern haben mit ihrer Inhaftierung oft ihre Kinder aus den Augen verloren. Wir beabsichtigen, ein Kindersuchnetzwerk in enger Zusammenarbeit mit den kambodschanischen Behörden einzurichten. Das Ziel ist, die Kinder wieder mit ihren Eltern zu vereinen und den Kindern die Unterstützung zu geben, die sie für die Entwicklung ihres vollen Potentials benötigen.

Ausbildung und berufliche Fertigkeiten

Die Unterstützung von Kindern innerhalb und außerhalb des Gefängnisses durch die Vermittlung von Bildung, beruflichen Fähigkeiten und praktischer Ausbildung ist ein langfristiges Ziel von Morning Tears in Kambodscha. Inhaftierung raubt den Kindern häufig das Familienunterstützungssystem und nur Bildung wird sie in die Lage versetzen, Geld im formalen Jobmarkt zu verdienen. Die Verpflichtung, Geld für die Familie zu verdienen, ist eine „normale" Erwartung an die Kinder in den meisten armen Familien in Kambodscha. Allerdings verlieren Kinder von Inhaftierten oft vollständig den Haupternährer der Familie und werden selbst dazu. Sie müssen arbeiten, um ihre jüngeren Geschwister zu unterstützen und zusätzliche Nahrung für ihre inhaftierten Eltern zu besorgen. Wenn die Eltern entlassen werden, sind sie arbeitslos und völlig von ihren Kindern abhängig.

Kampf gegen Spina Bifida bei Neugeborenen

Wir versorgen schwangere Frauen im Gefängnis mit Folsäure als eine einfache und wirksame Methode zur Vermeidung von Spina Bifida bei ihren Babys. Eine medizinische Unterstützung wie diese wird nicht nur helfen, ernste und lebenslange Erkrankungen zu verhindern, sondern auch helfen, dass Mütter und Kinder ein Leben lang unter Armut leiden in einem Land, wo der Zugang zu medizinischer Hilfe teuer und in abgelegeneren Gegenden gar nicht verfügbar ist. (Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit der International Federation for Spina Bifida and Hydrocephalus durchgeführt).

So können Sie unsere Arbeit unterstützen

Unsere Arbeit in Kambodscha ist zu 100 % von Fördergeldern und Spenden abhängig. Ihre Unterstützung ist wichtig und bedeutet einen Unterschied im Leben der Kinder.

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